Im Trainingsalltag fahren wir als Rennradfahrer häufig an der KZ Gedenkstätte vorbei ohne wirklich Gedanken daran zu haben, was hier passierte. Dies möchten wir, auch in Anbetracht der aktuellen politischen Stimmung, ändern. Wir möchten ein Zeichen setzen gegen das Vergessen und gegen rechtsextremes Gedankengut.

Von 1938 bis 1945 war Neuengamme das zentrale KZ Nordwestdeutschlands. Insgesamt kamen mindestens 42.900 Menschen im Hauptlager Neuengamme, in den Außenlagern oder im Zuge der Lagerräumungen bei Todesmärschen und bei dem Bombardement von KZ-Schiffen ums Leben.

In stillen Gedanken fahren wir am 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Neuengamme am Samstag den 02.05.2020 zusammen zur Gedenkstätte und nach einem kurzen Aufenthalt des Gedenkens wieder zurück. Auf der Heimfahrt fahren wir bei Stenders Hofladen vorbei wo wir uns bei einer Pause mit Cafe und Kuchen stärken können.

Wir bitten um folgende Punkte zu beachten:

– Bitte meldet euch an um besser planen zu können.
– Für die Zeit während wir auf dem Gelände der Gedenkstätte verweilen, passt jemand auf eure Räder auf.
– Für angemeldete Radler bereiten wir eine Kleinigkeit vor, die an der Gedenkstätte abgelegt werden kann.
– Während der Fahrt bis zur Gedenkstätte wie auch bis zum Hofladen wollen wir still sein. Das einzige was zu hören sein sollte, sind die surrenden Ketten.
– Wir bitten auf sehr bunte Radbekleidung zu verzichten.

Wir starten 12Uhr in der Dorotheenstraße 113 bei uns am Laden, fahren dann geschlossen bis Rothenburgsort über Kaltehofe, am Hohendeicher See vorbei über Zollenspieker zur Gedenkstätte. Wenn sich jemand von unterwegs anschließen möchte, bitte um Nachricht, ich sende denjenigen dann den Live Tracking Link.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Die Teilnahme ist auf eigene Gefahr, Helm ist Pflicht, wir halten uns an die StVo. Wir fahren Verband 2er Reihe, bei großer Gruppenstärke teilen wir uns auf. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 28-32kmh je nach Gruppendynamik und Wetterverhältnissen.

Ende 1938 errichtete die SS in einer stillgelegten Ziegelei in Hamburg-Neuengamme ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Im Frühsommer 1940 wurde das KZ Neuengamme zu einem eigenständigen Konzentrationslager. Bis 1945 war es das zentrale Konzentrationslager Nordwestdeutschlands. Im Verlauf des Krieges deportierten die Gestapo und der Sicherheitsdienst der SS Zehntausende Menschen aus allen besetzten Ländern Europas als KZ-Häftlinge nach Neuengamme. Gründe für die Einweisung waren zumeist ihr Widerstand gegen die deutsche Besatzungsherrschaft, Auflehnung gegen Zwangsarbeit oder rassistisch motivierte Verfolgung.

Im KZ Neuengamme und in seinen über 85 Außenlagern, die für Bauvorhaben und bei Rüstungsfirmen in ganz Norddeutschland entstanden, mussten die Häftlinge Schwerstarbeiten für die Kriegswirtschaft leisten. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren mörderisch. Insgesamt kamen mindestens 42.900 Menschen im Hauptlager Neuengamme, in den Außenlagern oder im Zuge der Lagerräumungen bei Todesmärschen und bei dem Bombardement von KZ-Schiffen ums Leben. Zusätzlich sind mehrere tausend Häftlinge nach ihrem Abtransport aus dem KZ Neuengamme in anderen Konzentrationslagern oder nach Kriegsende an den Folgen der KZ-Haft gestorben.

Die Nachkriegsnutzungen als Internierungslager und Gefängnis haben dem Vergessen Vorschub geleistet. Mehrere Jahrzehnte nahm das KZ Neuengamme in der öffentlichen Erinnerung nicht nur überregional, sondern auch vor Ort in Hamburg keinen Raum ein.

Der offizielle Befreiungstag ist der 3.Mai, jedoch sind die Briten schon am 2.Mai eingetroffen. Aufgrund hohem Aufkommen am Sonntag machen wir die Gedenkfahrt am Samstag.

Mehr Infos zur Gedenkstätte:
https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de

Stenderss Hofladen:
http://www.hofladen-stender.de

 

Facebook Veranstaltung mit Anmeldung:

https://www.facebook.com/events/778842832548008

 

Mail für Infos oder Anmeldung ohen Facebook:

info@nobelhobel.de